„Alcopops“ verführen Jugendliche zu Alkoholkonsum

„Ich begrüße nachdrücklich die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen gegen alkoholhaltige Mixgetränke“, so der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Manfred Zöllmer, Mitglied im Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. „Diese Maßnahmen sind aus verbraucher- und gesundheitspolitischer Sicht dringend erforderlich.“

So genannte „Alcopops“ sind bunte, süße Mixgetränke mit viel Schnaps und wenig Saft, die nachweislich zu erhöhtem Alkoholkonsum bei Jugendli-chen führen. Vor allem immer jüngere Konsumenten werden durch die peppige Aufmachung verführt.

Die Unternehmen freut der rasant wachsende Absatzmarkt, aber gesund-heits- und verbraucherpolitisch ist diese Entwicklung eine Katastrophe: Eine neue Suchtwelle rollt auf uns zu, der wir uns dringend entgegenstellen müssen.

Zu begrüßen ist, dass das Gesundheitsministerium in einer Studie die Auswirkungen auf Jugendliche überprüfen lässt. Denn oberstes Ziel jeder Drogenpolitik muss die Prävention sein, die den gesundheitsschädlichen Konsum von Suchtmitteln von vornherein verhindert.

Jugendliche sind bei Ihrem Kaufverhalten sehr preisbewusst, daher scheint eine deutliche Verteuerung dieser Alcopops aus verbraucherpolitischer Sicht ein vernünftiges Mittel, schwere gesundheitliche Schäden zu verhin-dern.

Frankreich geht mit gutem Beispiel voran. Dort gibt es bereits eine Zusatz-steuer für diese Mischgetränke eingeführt. Das Konsumentenverhalten hat sich sofort geändert, die Verkaufszahlen gingen zurück. „Diese Möglichkeit des Gesundheits- und Verbraucherschutzes muss dringend geprüft wer-den, damit die jungen Menschen nicht länger zum Alkoholkonsum verführt werden“, so Manfred Zöllmer abschließend.

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