Dioxin in Eiern – Handeln statt Polemik

Zu den überhöhten Dioxinwerten in Eiern erklärt der stellvertretende Sprecher für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft der SPD-Bundestagsfraktion, Manfred Zöllmer:

Meldungen über hohe Dioxinbelastungen von Eiern haben die Verbraucherinnen und Verbraucher auch in Wuppertal tief verunsichert. Die Politik muss jetzt schnell handeln. Als Verbraucherpolitiker setze ich mich mit Nachruck dafür ein, die betroffenen Eier sofort aus den Supermärkten zu verbannen und die Kontrollen in den Ländern zu intensivieren und eine Untersuchung der Böden in Freilandbetrieben zu verstärken.

Dass Eier von freilaufenden Hühnern ein höheres Risiko zur Dioxinbelastung tragen als Käfig-Eier, ist seit langem bekannt. Durch industrielle Prozesse, ungehemmten Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln aber auch durch den Verkehr wurden über Jahrzehnte Dioxine freigesetzt, die sich in den Böden angesammelt haben. Aber auch in Käfigeiern wurden überhöhte Dioxinwerte festgestellt.

Hinter der Polemik der Opposition, der Bundesregierung seien Hühner wichtiger als die Menschen, steht der durchsichtige Versuch, die Verbraucherinnen und Verbraucher zu verunsichern und einen aufstrebenden Wirtschaftszweig zu schädigen. Ziel ist, die Käfighaltung, die in Deutschland ab 2007 verboten ist, wieder salonfähig zu machen und damit ihren Lobbyisten den Weg zu ebnen.

Rot-grün vertritt seit langem eine andere Politik. Seit Jahresbeginn gelten in Deutschland auch Drängen der Bundesregierung strenge Grenzwerte für Eier aus allen Haltungsformen. Es liegt in der Verantwortung der Länder, verstärkt Proben zu ziehen und die Durchsetzung der Grenzwerte sicherzustellen.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Belastung von Freilandeiern über die letzten Jahre im Schnitt nicht höher war als die von Käfig-Eiern. Daraus lässt sich der Schluss ziehen: Wachsamkeit und schnelles Handeln ist gefordert – Polemik ist fehl am Platz.

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