Keine Weichmacher mehr im Spielzeug – gut für Kinder

Zur Unterstützung des Europäischen Parlaments für ein vollständiges Verbot von drei als fortpflanzungsgefährdend eingestuften Phthalaten in allen Spielzeugen und Babyartikeln. erklärt Manfred Zöllmer: Viele Produkte für Kinder und Babys – ob Puppenkopf, Wasserball oder Regenjacke – bestehen oft zu mehr als einem Drittel aus Weichmachern und gefährden damit deren Gesundheit.

Untersuchungen ergaben, dass diese Phthalate bei männlichen Tieren die Fortpflanzungsorgane schädigen können und zu Entwicklungsstörungen bei den Nachkommen führen. Gerade für den sehr oft eingesetzten Weichmacher DEHP ist zu befürchten, dass er auch die menschliche Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigt.

Hautschweiß und Speichel lösen Weichmacher aus dem Kunststoffverbund. Säuglinge und Kinder können im besonderen Maße beeinträchtigt werden, wenn sie an Weich-PVC lutschen oder kauen.

Phthalate waren seit 1999 vorläufig verboten, doch musste dieses Verbot regelmäßig erneuert werden. Im September 2004 beschloss der EU-Ministerrat ein Verbot von drei hormonell wirksamen Phthalaten für Spielzeug. Das vorläufige Verbot der Verwendung von Phthalaten in Kinderspielzeugen wird in Kürze in ein dauerhaftes Verbot umgewandelt. Durch die neue Richtlinie werden die drei Phthalate DEHP, DBP und BBP, die als fortpflanzungsgefährdend bekannt sind, in sämtlichen Spielzeugen und Babyartikeln verboten. Außerdem wird die Verwendung von DINP, DIDP und DNOP in Spielzeugen und Babyartikeln verboten, wenn diese von Kindern in den Mund genommen werden können.

Mit dieser Entscheidung zieht das europäische Parlament endlich die notwendige Konsequenz aus den einschlägigen Untersuchungen. Giftige Chemikalien gehören weder in Kinderspielzeuge noch in Babyartikel oder andere Produkte für den Nachwuchs. Die Entscheidung der EU ist ein Erfolg für die Verbraucherinnen und Verbraucher in ganz Europa und ein Bekenntnis zum gesundheitlichen Verbraucherschutz zugunsten der Kinder. Die Unternehmen gewinnen nunmehr Planungssicherheit und sind gefordert ihre Produkte mit ungefährlichen Ersatzstoffen anzubieten.

Kommentare sind abgeschaltet.