Steigende Strom- und Gaspreise Strategien der Verbraucherpolitik

Die Liberalisierung des Strom- und Gasmarktes vor rund zehn Jahren hat den privaten Kunden nicht die erhofften Vorteile gebracht. Im Gegenteil: In den letzten Jahren sind die Preise für Strom und Gas explodiert. Damit verbinden sich erhebliche finanziellen Belastungen für die privaten Haushalte. Aber auch die gewerblichen Kunden sind betroffen, so dass Wirtschaft und Politik einen Wettbewerbsnachteil der deutschen Wirtschaft befürchten.

18. Oktober 2007
Holiday Inn Düsseldorf
City Centre-Königsallee
Die Liberalisierung des Strom- und Gasmarktes vor rund zehn Jahren hat den privaten Kunden nicht die erhofften Vorteile gebracht. Im Gegenteil: In den letzten Jahren sind die Preise für Strom und Gas explodiert. Damit verbinden sich erhebliche finanziellen Belastungen für die privaten Haushalte. Aber auch die gewerblichen Kunden sind betroffen, so dass Wirtschaft und Politik einen Wettbewerbsnachteil der deutschen Wirtschaft befürchten.

Über die Ursachen der Preissteigerungen und deren Berechtigung streiten Energiewirtschaft und Verbraucher seit langem. Die Verbraucher sprechen von willkürlicher Preistreiberei und machen den unzureichenden Wettbewerb auf den Strom- und Gasmärkten für die Preiserhöhungen verantwortlich. Die marktbeherrschende Stellung der großen Stromanbieter erlaube diesen, ihre Marktmacht auszunutzen, um überhöhte Preise durchzusetzen und neue Anbieter vom Markt fernzuhalten. Dies schlage sich beispielsweise in überdurchschnittlich hohen Netz nutzungsentgelten nieder, die einen wesentlichen Teil des Gesamtstrompreises ausmachen, sowie in unterschiedlichen Preisentwicklungen für Haushalts- und Industriestrom.

Auch aus Sicht der EU-Kommission funktioniert der Wettbewerb um Strom und Gas in der EU, insbesondere in Deutschland, nur mangelhaft. Sie beruft sich auf Analysen, wonach die Strom- und Gaspreise für Haushalte und auch für Gewerbe und Industrie in Deutschland höher sind als in den meisten anderen EU-Ländern.

Die Energieversorger weisen die Vorwürfe zurück und sprechen von einer Irreführung der Strom- und Gaskunden. Verantwortlich für gestiegene Energiepreise seien objektive Tatbestände wie der explodierende Anteil von Steuern und Abgaben, unklare und kostenträchtige politische Rahmenbedingungen, gestiegene Beschaffungspreise und notwendige Investitionen in Modernisierung und Erneuerung der Kraftwerke sowie in die Netzinfrastruktur. Außerdem seien die Preise auch durch die hohe Versorgungssicherheit in Deutschland bedingt. Das Spektrum der vorgeschlagenen Maßnahmen ist breit und reicht von der Forderung nach noch mehr staatlich dirigierter Preisfestlegung auf der einen Seite bis hin zur konsequenten Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen und noch mehr „Privat statt Staat“ auf der anderen Seite.

Auf der Veranstaltung sollen die aktuelle Entwicklung der Strom- und Gaspreise und ihre vielfältigen Ursachen differenziert beleuchtet werden.

Im Mittelpunkt steht jedoch die Frage, mit welchen Maßnahmen der – von allen unbestrittenen – Explosion der Strom- und Gaspreise tat – sächlich Einhalt geboten werden kann und was die bisherigen Maßnahmen, insbesondere die Arbeit der Bundesnetzagentur, bewirkt haben.

Wir laden Sie ein, sich an dieser für Verbraucher wichtigen Debatte über angemessene Energiepreise zu beteiligen.

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