Weihnachten naht – die richtige Wahl beim Spielzeug

Die Reihe der Rückrufaktionen von Spielzeug aus Asien reißt nicht ab. Krebserregende Weichmacher in Plastikkugeln oder Plüschfasern, die gefährliche Inhaltsstoffe in zu großen Mengen enthielten, sorgten kürzlich wieder für Ärger in den Deutschen Spielzeugabteilungen. So kurz vor dem Beginn des Weihnachtsgeschäfts sind viele Verbraucher verunsichert, welches Spielzeug unbedenklich unter den Christbaum gelegt werden kann und welches nicht.

Oft sind hoher Kostendruck und Unwissenheit über chemische Zusammenhänge bei den asiatischen Herstellern die Gründe für das mangelhafte Spielzeug. Experten fordern nun, das System der freiwilligen Prüfzeichen zu verbessern und raten Verbrauchern, nur noch geprüfte und entsprechend gekennzeichnete Ware zu kaufen.

Das GS-Zeichen (GS: Geprüfte Sicherheit) beispielsweise weist darauf hin, dass Spielzeug nach dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) geprüft wurde. Das Zeichen gilt pro Produkt für fünf Jahre, in denen regelmäßig die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben geprüft wird. Im Gegensatz zu dem CE-Zeichen, welches jedes Spielzeug trägt, dass innerhalb der Europäischen Union auf den Markt kommt, ist das GS-Zeichen aussagekräftiger. Das GS-Zeichen unterliegt unabhängigen Produktprüfungen und Kontrollmaßnahmen. Durch das CE-Zeichen bestätigt der Hersteller lediglich, dass das Produkt den geltenden europäischen Richtlinien entspricht. Allerdings bedeutet die CE-Kennzeichnung nicht in unbedingt, dass die Ware durch unabhängige Stellen auf die Einhaltung der EU-Richtlinien überprüft wurde.

Die Kennzeichnungen unabhängiger Prüfstellen sind in der Regel aussagekräftiger und vertrauenswürdiger als die Selbstauskunft der Hersteller. Diese Stellen testen Produkte gegen eine Gebühr für den jeweiligen Hersteller bis ins kleinste Detail. So auch der TÜV Rheinland und seine Tochterfirma LGA. Je nach Zertifizierung werden vom TÜV nicht nur Entflammbarkeit und Belastbarkeit getestet, sondern auch die Inhaltsstoffe des Spielzeugs und die Produktstätten in China.

Ist man trotz Gütesiegel unsicher beim Kauf eines Teddybären raten Verbraucherschützer zum Probe-Knuddeln. Lösen sich beim Kuscheln mit dem Plüschtier leicht Fasern oder hat es einen eigenartigen Geruch an sich, sollte man vom Kauf absehen. Bei Markenprodukten wie Steiff oder Siggikid hingegen sei man auf der sicheren Seite, was die Unbedenklichkeit der Spielwaren für Kinder anbelangt. Qualität statt Quantität sollte das Motto für die diesjährigen Weihnachtseinkäufe sein.

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