Mehr Transparenz im Strommarkt

Die Bundesnetzagentur hat in Bonn in einem Workshop mit zahlreichen Vertretern der Energiewirtschaft aus Verbänden, Unternehmen und Aufsichtsbehörden diskutiert, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um den Wettbewerb zu verbessern und das Vertrauen in das Funktionieren des Strommarkts zu stärken.

Nur ein hohes Maß an Transparenz, d. h. eine zeitnahe Veröffentlichung aller relevanten Daten über das Netz und die Erzeugung kann eine Verbesserung des Wettbewerbs insbesondere für kleinere und neue Marktteilnehmer bedeuten. Die relevanten Daten sollten deutschlandweit auf einer einheitlichen Informationsplattform, wie. z. B. der Internetseite der Börse, bereitgestellt werden. Wie ich auch in meiner letzten Bundestagsrede gefordert habe, muss mehr Handel als bisher über die Strombörse abgewickelt werden. Der Börsenhandel verspricht ein deutlich höheres Maß an Transparenz. Richtig und wichtig ist es die Koordination der Aufsicht aller beteiligten Behörden (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Bundeskartellamt, Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit sowie Bundesnetzagentur) in den Bereichen Netzregulierung, Handel und Wettbewerb zu verstärken, um das Vertrauen in die Märkte zu festigen. „Ein gut organisierter Handel bietet wertvolle Chancen für die beteiligten Unternehmen, aber auch für die Verbraucher. Er dient dazu, Wettbewerb zu fördern und das Niveau der Preise für Strom und Gas sowie für CO2-Zertifikate längerfristig berechenbar zu machen. Mit Transparenz und Marktliquidität muss der Gefahr entgegengewirkt werden, dass spekulative Tendenzen die Oberhand gewinnen“, betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

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