Welt-Aids-Tag: Praeventionsbemuehungen werden weiter verstaerkt

Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2007 erklärt der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Manfred Zöllmer: Die ansteigende Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland ist besorgniserregend.

Während diese Zahl in den 90er Jahren um einen Wert von 2000 schwankte, geht das Robert-Koch-Institut für das Jahr 2007 von 3000 Neuinfektionen aus. Deutschland gehört zwar international betrachtet zu den Ländern mit den niedrigsten Neuinfektionsraten, aber die steigenden Neuinfektionsraten bei uns wie auch weltweit beunruhigen sehr.

Vor diesem Hintergrund begrüße ich, dass der in dieser Woche zu beschließende Bundeshaushalt für das kommende Jahr 2008 eine Zunahme der Mittel für die Aids-Prävention um drei Millionen Euro auf insgesamt 12,2 Millionen Euro vorsieht. Damit kann die gute und intensive Zusammenarbeit zwischen staatlichen Einrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen wie der Deutschen Aids-Hilfe, die das HIV-Präventionskonzept in Deutschland kennzeichnet, weiter ausgebaut werden. Ein großer Dank geht insbesondere an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, deren kontinuierlichem Einsatz es zu verdanken ist, dass dieses Thema eine so starke Beachtung findet. Die Bremer Konferenz im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft und die Beschlüsse im Rahmen der G8-Praesidentschaft haben das Engagement von Ulla Schmidt eindrücklich untermauert.

Nun muss es darum gehen, in Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen die Präventionsanstrengungen bezüglich spezieller Hochrisikogruppen weiter zu intensivieren. Neben dem Personenkreis, auf dem diesbezüglich sowieso bereits eine hohe Aufmerksamkeit liegt, müssen Gefängnisinsassen, Menschen in prekären Lebenssituationen sowie Migrantinnen und Migranten verstärkt in das Blickfeld von Aufklärungskampagnen kommen.

Auch die Wuppertaler AIDS-Hilfe war in den letzten Jahren immer eine wichtige Säule in der Aufklärungs- und Präventionsarbeit. In diesem Jahr macht die AIDS-Hilfe Wuppertal wieder mit einem umfangreichen Aktionsprogramm auf die Problematik aufmerksam. Unter www.aidshilfe-wuppertal.de können Informationen zu diesen Veranstaltungen abgerufen werden.

„Ich möchte der AIDS-Hilfe Wuppertal für ihr großartiges Engagement danken und rufe alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler auf, die Arbeit dieser wichtigen Institution auch weiterhin nachdrücklich zu unterstützen“, so Manfred Zöllmer abschließend.

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