Gesundheitspolitik mit Blick auf Kinder

Der SPD war und ist das Wohl der Kinder stets eine ganz wesentliche Richtschnur bei der Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Deutschland. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, die helfen, die gesundheitliche Versorgungssituation von Kindern zu verbessern. In den letzten Reformen finden sich zahlreiche Beispiele für sozialdemokratische Gesundheitspolitik mit Blick auf Kinder.

Dazu gehören Pflichtleistungen der Krankenkassen wie Impfungen und Mutter-Vater-Kind-Kuren, Mobile Rehabilitation (z.B. in der Schule). Für Kinder bis zum 12. Lebensjahr (mit Entwicklungsstörungen bis zum 18. Lebensjahr) werden auch verschreibungsfreie Arzneimittel erstattet. Die Praxisgebühr für Kinder entfällt und die Frühförderung behinderter bzw. von Behinderung bedrohter Kinder wurde verbessert. Es gibt eine bessere Förderung der Kinderhospize, Krankengeld für die Eltern wird bei sterbenden Kindern unbegrenzt bezahlt.

Die SPD betreibt seit langem eine Politik zum Wohl der Kinder – auch und gerade in der Gesundheitspolitik. Die aktuelle Studie zur Kindergesundheit (www.kiggs.de) zeigt neben Erfreulichem allerdings auch deutliche Verwerfungen zu Ungunsten sozial Schwächerer. Dem muss unbedingt begegnet werden, unter anderem mit Früherkennungsuntersuchungen. 81 % der Kinder, die bei KiGGS teilgenommen haben, nahmen an allen Untersuchungen teil, 16 % nahmen die Untersuchungen teilweise wahr und nur 3 % der Kinder nahmen an keiner Früherkennungsuntersuchung teil; bei den Kindern mit Migrationshintergrund 14 %. Dieser Entwicklung wird die SPD entgegentreten. Zielgenaue Kampagnen und eine Aufklärung, sollen dafür sorgen, dass die diejenigen erreicht werden, die nicht selbstverständlich Präventionsmaßnahmen nutzen. Hierfür ist das Präventionsgesetz der zentrale Baustein. Es darf keinesfalls den Interessen einzelner Krankenkassen oder politischer Taktik wegen geopfert werden. Hier droht Lobbyismus auch gegen das Kinderwohl. Die SPD ist sich ihrer großen Verantwortung zum Wohle der Kinder bewusst und wird sich in Zukunft noch intensiver dafür einsetzen. Nun haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder die künftig verpflichtende Vorsorgeuntersuchung für alle Kinder beschlossen. Seit dem Frühjahr sind Vorsorgeruntersuchungen beim Kinderarzt im Saarland bereits Pflicht. In Zukunft soll es zusätzlich zu den bereits existierenden freiwilligen Untersuchungen verbindliche Einladungen für Vorsorgeuntersuchungen für Kinder zwischen dem zweiten und dem vierten Lebensjahr geben. Die Zusammenarbeit zwischen Hebammen, Kinderärzten, Jugendämtern und Polizei muss verstärkt werden, um „eine Kultur des Hinsehens“ zu erreichen, so die Bundeskanzlerin. Das bereits seit April bestehende „Nationale Zentrum für frühe Hilfen“ soll hiefür ausgebaut werden. Der Datenabgleich zwischen den Jugendämtern muss verbessert werden um vernachlässigte Kinder oder Missbrauch schnell und effizient aufzudecken.

Kommentare sind abgeschaltet.