Ausbildungsbonus schafft Chancen in unserer Region

Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Manfred Zöllmer unterstützt Altbewerber

Chancentag im Bundestag: Der Ausbildungsbonus für Altbewerber wurde mit der Stimme des SPD-Bundestagsabgeordneten Manfred Zöllmer aus Wuppertal verabschiedet. Es geht um junge Menschen, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben und länger als ein Jahr keinen gefunden haben.

Schon mit dem nächsten Ausbildungsjahr ab 2008/2009 ändert sich das. Die Agentur für Arbeit in Wuppertal vergibt den Ausbildungsbonus für Altbewerber und unterstützt die Betriebe, wenn notwendig auch mit sozialpädagogischer Begleitung. „Dafür haben wir die Grundlage im Deutschen Bundestag geschaffen. Ich freue mich mit den Jugendlichen, die nun neue Chancen haben“, erklärt Manfred Zöllmer weiter. Die noch ausstehende Zustimmung des Bundesrates gilt als gewiss.

„Ich will, dass jeder Jugendliche ausgebildet wird, wenn möglich im Betrieb. Denn wer morgen Fachkräfte braucht, muss heute ausbilden“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Manfred Zöllmer. Auch bei uns in Wuppertal gibt es zu viele Jugendliche, die immer wieder Absagen erhalten oder in Warteschleifen verharren. Für diese Altbewerber werden ab Herbst 2008 Ausbildungsplätze mit einem Bonus zwischen 4.000 und 6.000 Euro gefördert und die betriebliche Ausbildung wird sozialpädagogisch begleitet. Diese Begleitung findet in Form Ausbildung begleitender Hilfen statt, die die Agentur für Arbeit dort anbietet, wo dies notwendig ist. Damit ist der Weg frei für neue und zusätzliche Ausbildungsplätze im Betrieb. Mit dem Ausbildungsbonus für Altbewerben wird ein Kernversprechen sozialdemokratischer Politik umgesetzt: Aufstieg durch Bildung und Ausbildung. Dafür gehen wir neue Wege. Mit diesem Gesetz wird die Verantwortung der Bundesagentur für Arbeit für vorsorgende Arbeitsmarktpolitik gestärkt. Bis 2010 sollen bundesweit 100.000 zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze gefördert werden. Meist sind es Jugendliche mit Haupt-, Sonder- oder keinem Schulabschluss, die bisher vergeblich einen Ausbildungsplatz suchten. Deshalb haben sie auch einen Rechtsanspruch auf den Bonus für Ausbildung, sofern es sich um einen zusätzlichen Ausbildungsplatz handelt. Das gibt den Jugendlichen und den Betrieben Sicherheit. Altbewerber mit einem höheren Schulabschluss können den Bonus ebenfalls ab dem nächsten Ausbildungsjahr erhalten. Wir können nicht länger mit ansehen, dass die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge steigt, aber die Chancen der Altbewerber auf einen Ausbildungsvertrag sinken. So ist die Zahl der Altbewerber bundesweit auf über 300.000 Jugendliche angestiegen, obwohl 2007 625.000 Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden – so viele wie seit 1999 nicht mehr. Der Wuppertaler Abgeordnete Manfred Zöllmer verbindet mit dem Ausbildungsbonus auch eine Erwartungshaltung an die hiesige Wirtschaft: „Jeder Jugendliche muss ausgebildet werden, keiner darf verloren gehen. Ich unterstützte von Seiten der Politik die Wirtschaft dabei, aber die Wirtschaft ist für die Ausbildung ihres Nachwuchses – auch im eigenen Interesse – selbst verantwortlich.“ Nicht jeder Betrieb soll durch den Bonus gefördert werden, sondern nur diejenigen, die mehr als bisher in Sachen Ausbildung tun. Damit wird Mitnahme vermieden. Der Bonus ist Teil eines SPD-Gesamtkonzeptes für bessere Chancen junger Menschen. Auch bei der anstehenden Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente wird Manfred Zöllmer gemeinsam mit Bundesarbeitsminister Olaf Scholz darauf achten, dass Deutschland die Kultur der zweiten Chance auch gesetzlich verankert: Jeder soll das Recht haben, einen Hauptschulabschluss nachzuholen. Nur so gilt: Aufstieg durch Bildung!

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