Spitzengespräch der Kommunen mit Bahn-Chef Mehdorn zum ICE-Verkehr in der bergischen Region

Sanierung der Hauptbahnhöfe Wuppertal und Solingen sowie Erhalt und Prüfung von Verbesserungen des Verbindungsangebotes vereinbart

In einem Spitzengespräch der Städte Wuppertal, Solingen, Remscheid und Hilden mit dem Vorstand der Deutschen Bahn AG haben die Gesprächspartner gestern, am Dienstag, 24. Juni, in Berlin konkrete Sanierungstermine für die Hauptbahnhöfe Wuppertal und Solingen sowie eine künftig bessere Projektabstimmung und Kommunikation vereinbart. Die Sanierung des Wuppertaler Hauptbahnhofes wird zeitlich in das Projekt Döppersberg integriert. Der Solinger Hauptbahnhof soll zum frühestmöglichen Zeitpunkt für den ICE 1-Verkehr ausgebaut werden.

Die Bahn sagte außerdem zu, dass das derzeitige Angebot an Zugverbindungen bis zum Jahr 2010 nicht weiter abgebaut, sondern in Teilen sogar eine Ausdehnung geprüft wird. Aus Sicht der bergischen Wirtschaft hatten die Vertreter von Städten und IHK insbesondere auf die Bedeutung der Wupperstrecke und der stündlichen Verbindung nach Berlin verwiesen. Ein wichtiges Anliegen der Region, eine direkte Bahnverbindung zum Frankfurter Flughafen ohne Umstieg in Köln, soll außerdem von der Bahn geprüft werden. Die Bahn bat bei den Kommunen im Gegenzug um Unterstützung im Kampf gegen Vandalismus, etwa indem sie bei den Bürgern für die Akzeptanz von Video-Überwachung und für mehr Aufmerksamkeit werben.

Gesprächsteilnehmer auf Seiten der Bahn waren der Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn sowie Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand für Personenverkehr, und Dr. André Zeug, Vorstand für kombinierten Verkehr. Aus der bergischen Region waren die Bundestagsabgeordneten Jürgen Kucharczyk, Peter Hintze und Manfred Zöllmer, die Oberbürgermeister Beate Wilding, Franz Haug und Peter Jung, außerdem Hildens Bürgermeister Günter Scheib und der Leiter des Bereiches Verkehr bei der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid, Thomas Wängler, in die Bundeshauptstadt gereist. Im Namen aller Teilnehmer bedankte sich Oberbürgermeister Peter Jung ausdrücklich für das persönliche Gespräch mit dem Bahn-Chef, der sich viel Zeit für die Anliegen der Bergischen genommen hatte. „Herr Mehdorn hat völlig zu Recht festgestellt, dass es oft viel besser ist, sich einmal persönlich zu unterhalten, als sich Briefe zu schreiben.“, erklärte Jung. „Die Gesprächs-Atmosphäre war ausnehmend gut. Wir wollen künftig unsere Anliegen und Projekte besser abstimmen und unsere Kommunikation intensivieren. Ich bin überzeugt, wir sind dabei auf einem sehr guten Weg.“

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