Der Kampf gegen Protektionismus muss konsequent geführt werden.

Zu den Gefahren eines weltweit steigenden Protektionismus und dem G 7-Treffen der Finanzminister in Rom erklärt der Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion im Unterausschuss Globalisierung und Außenwirtschaft Manfred Zöllmer:

Mit ihrer Abschlusserklärung haben die Finanzminister zum G7-Treffen in Rom ein deutliches Zeichen gegen einen weltweit aufkommenden Protektionismus gesetzt. Dies war durch den Einsatz unseres Finanzministers Peer Steinbrück ein wichtiges Bekenntnis zum freien Handel und zu offenen Märkten.

Die Folgen des „süßen Gifts“ Protektionismus wären verheerend. Wer sich durch Abschottung der heimischen Wirtschaft Vorteile verschaffen will, wird schnell Vergeltungsmaßnahmen der betroffenen Länder provozieren. Der freie Warenverkehr würde massiv beeinträchtigt. Verlierer wären alle: Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer. Im Ergebnis wären weniger Wachstum und höhere Arbeitslosigkeit weltweit die Folge. Protektionismus schadet nicht nur den Exportnationen. Dafür gibt esi n der Geschichte viele Beispiele.

Die WTO- Regeln müssen jetzt konsequent abgewandelt werden, um Handelsbeschränkungen zu verhindern. Die Setzung globaler Regeln darf nicht nur für die Finanzmärkte gelten. Wir brauchen darüber hinaus neue Impulse für die bisher gescheiterte WTO-Runde. Die laufende Doha-Runde sollte besonders den Entwicklungsländern zu Gute kommen.

Ein Abschluss der Verhandlungen könnte der Weltkonjunktur wichtige Impulse geben. Dies muss ein wichtiges Thema beim G 20- Gipfel in London sein.

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