Der Bundespräsident lädt den Finanzausschuss ein

Manfred Zöllmer wird am heutigen Tag zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages zu Gast bei Bundespräsident Köhler sein. Der Bundespräsident hatte diese – sehr unübliche – Einladung ausgesprochen und will mit den Politikern aktuelle finanzpolitische Fragen erörtern.

schloss_bellevue

Frontfoto des Schlosses Bellevue

Manfred Zöllmer wird am heutigen Tag zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages zu Gast bei Bundespräsident Köhler sein. Der Bundespräsident hatte diese – sehr unübliche – Einladung ausgesprochen und will mit den Politikern aktuelle finanzpolitische Fragen erörtern.

Bundespräsident Horst Köhler ist ein ausgewiesener Experte in finanzpolitischen Fragen und für die Abgeordneten ein äußerst erfahrener Gesprächspartner.

In der Zeit von 1990 bis 1993 war Köhler Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und u. a. verantwortlich für die Verhandlungen zum Vertrag von Maastricht, mit dem die Europäische Union geschaffen wurde. Er war Unterhändler im Rahmen der Deutsche Wiedervereinigung, als Russland Milliardenzahlungen für den Abzug der Sowjetarmee aus Deutschland erhielt und war in seiner damaligen Position ebenso hauptverantwortlich für die Gestaltung der Europäischen Währungsunion. Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder schlug ihn schließlich aufgrund seiner Expertise als Geschäftsführenden Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor. Dieses Amt füllte der Bundespräsident von 2000 bis einschließlich 2004 für knapp fünf Jahre erfolgreich aus.

„Ich freue mich sehr über diese Einladung und erwarte einen intensiven und konkreten Austausch mit dem Bundespräsidenten“, sagt Manfred Zöllmer, der in der SPD-Fraktion zuständiger Berichterstatter für die Themen globale Finanzkrise, Bankenaufsicht, aber auch den internationalen Organisationen wie dem IWF ist.

Die finanzpolitischen Fragen, die sich in Deutschland und anderen Staaten stellen, sind äußerst komplex und nicht nur eine nationale Herausforderung, sondern müssen auf internationaler Ebene und mit Hilfe internationaler Gremien und Organisationen bewältigt werden.

„Es ist ein gutes und wichtiges Signal, wenn der Bundespräsident mit den Mitgliedern des Finanzausschusses aller Fraktionen das Gespräch sucht und wir auch von seiner internationalen Kompetenz und Erfahrung partizipieren können“, meint Zöllmer abschließend.

Kommentare sind abgeschaltet.