Knapp 100 Besucher diskutierten mit Ulla Schmidt

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag einen radikalen Umbau unseres Gesundheitssystems vereinbart. Die SPD-Bundestagsfraktion steht dagegen für ein solidarisches Gesundheitssystem, machte die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, MdB, in einer Fraktion vor Ort Veranstaltung vor knapp 100 Besuchern in der Färberei deutlich.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag einen radikalen Umbau unseres Gesundheitssystems vereinbart. Die SPD-Bundestagsfraktion steht dagegen für ein solidarisches Gesundheitssystem, machte die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, MdB, in einer Fraktion vor Ort Veranstaltung vor knapp 100 Besuchern in der Färberei deutlich. Weitere Teilnehmer der Diskussion, die von Andreas Bialas moderiert wurde, waren Hans Baum, Regionaldirektor der AOK Wuppertal, und Manfred Zöllmer.

In ihrem Vortrag markierte die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt die Herausforderungen zukünftiger Gesundheitspolitik wie demografischer Wandel, medizinischer Fortschritt unter Beibehaltung der solidarischen Grundprinzipien, für die die SPD-Bundestagsfraktion stehe.

Von allen Diskutanten wurde vor den Plänen der schwarz-gelben Bundesregierung gewarnt, die in ihrem Koalitionsvertrag einen radikalen Umbau unseres Gesundheitssystems vereinbart haben. Demnach solle die Krankenversicherung, in die Arbeitnehmer und Arbeitgeber noch gemeinsam einzahlen, durch eine einheitliche Kopfpauschale ersetzt werden. Das heißt: Alle bezahlen das gleiche, Manager genauso wie Sekretärinnen.

Ulla Schmidt verteidigte dagegen das Konzept der solidarischen Bürgerversicherung, in der alle die gleichen Rechte auf eine gute Versorgung haben. Kernpunkt der Bürgerversicherung ist, dass alle nach Höhe ihres Gesamteinkommens zur Finanzierung unseres Gesundheitswesens beitragen und Wohlhabende sich nicht mehr aus der Solidarität verabschieden können.

Weitere Themen der Diskussion waren Transparenz bei der Kostenabrechnung und Aufklärungsprogramme im Sinne einer präventiven Gesundheitsvorsorge.

Kommentare sind abgeschaltet.