Kürzungen am „weltwärts“- Programm inakzeptabel

Die schwarz-gelbe Regierung plant weitere Kürzungen des Programms „weltwärts“. Bevor eine Bewertung des Programms vorliegt, wird das Programm von Schwarz-Gelb kaputt gekürzt. Das ist inakzeptabel.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Die schwarz-gelbe Regierung plant weitere Kürzungen des Programms „weltwärts“. Bereits in diesem Jahr wurde das Programm um elf Millionen Euro gekürzt, der Haushaltsentwurf für das kommende Jahr schreibt diese Kürzung fort. Die mittelfristige Finanzplanung der schwarz-gelben Regierungskoalition für die Jahre 2012 und 2013 sieht eine weitere Absenkung des „weltwärts“-Etats vor.

Durch die fortgesetzten Mittelkürzungen wird das seit drei Jahren bewährte Freiwilligenprogramm „weltwärts“ kaputt gespart. Einerseits verspricht Schwarz-Gelb in Bildung zu investieren, andererseits werden Mittel für lehrreiches soziales Engagement von Jugendlichen im Ausland gestrichen. Damit wird die schwarz-gelbe Regierung ihren eigenen Zielen wieder einmal nicht gerecht. Minister Niebel scheint sich lieber von Pensionären des Bonner Aufrufs veraltete entwicklungspolitische Ratschläge anzuhören, als sich für entwicklungspolitisches Bewusstsein und Bildung von jungen Menschen einzusetzen.

Die Entscheidung der schwarz-gelben Regierungskoalition, den „weltwärts“-Etat zu reduzieren, wird auch von Seiten der deutschen Entsendeorganisationen schwer gerügt. Von jugendlichen Teilnehmern und deutschen Entsendeorganisationen liegt bereits heute eine breite befürwortende Resonanz für „weltwärts“ vor. Weltwärts gilt heute unter Entwicklungsexperten als unverzichtbarer Teil entwicklungspolitischer Bildungsarbeit.

Das Konzept von „weltwärts“ geht auf: Junge Menschen werden in Partnerorganisationen in Entwicklungsländer integriert und lernen dort die Arbeit im Kampf gegen Hunger und Armut hautnah kennen. Eine solche Erfahrung schärft das Bewusstsein für globale Verantwortung und weltweite Solidarität sowie für Zukunftsfragen und bürgerschaftliches Engagement in Deutschland.

Das im Jahr 2007 ins Leben gerufene entwicklungspolitische Freiwilligenprogramm „weltwärts“ wird in diesem Jahr evaluiert, wie es seit Programmstart geplant war. Die Ergebnisse der Evaluation sollen im Frühjahr 2011 vorgestellt werden. Noch vor der Evaluierung des „weltwärts“-Programms wurde durch die Mittelkürzung der dynamische Aufbau des neuen Freiwilligendienstes gedrosselt. Bevor eine Bewertung des „weltwärts“-Programms vorliegt, wird das Programm von Schwarz-Gelb kaputt gekürzt. Das ist inakzeptabel.

Kommentare sind abgeschaltet.