Exorbitant hohe Banken-Boni stoppen

Zur Diskussion um eine effektive Begrenzung von Boni für Topmanager von Banken und Wertpapierhändlern hat der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Manfred Zöllmer heute erklärt:

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Das Berlaymont-Gebäude, Hauptgebäude der Europäischen Kommission in Brüssel
© TPCOM / flickr

Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt nachdrücklich das Vorhaben der Europaparlamentarier, im Zusammenhang mit der Abstimmung über strengere Eigenkapitalregeln für Banken (Basel III) auch eine effektive Begrenzung exorbitant hoher Boni-Zahlungen an Bankmanager und Wertpapierhändler durchzusetzen. Dies stellt eine sinnvolle Ergänzung zu der bisher schon von der SPD geforderten Begrenzung der steuerlichen Absetzbarkeit überhöhter Managervergütungen dar.

Die Jagd nach hohen Boni ist eine wesentliche Ursache der Finanzmarktkrise. Bis zur Finanzkrise waren die Banker die am besten bezahlte Berufsgruppe überhaupt. Die finanziellen Anreize führten dazu, dass die Prinzipien guter Unternehmensführung in der Finanzbranche auf ganzer Linie missachtet wurden.

Die Bundesregierung hat bisher nur völlig unzureichend versucht diese abgehobene Selbstbedienungsmentalität zu begrenzen.

Die Europaparlamentarier gehen den richtigen Weg, wenn sie die flexiblen Gehaltsbestandteile deckeln. Die jährliche Erfolgsprämie darf keinesfalls höher sein als das Grundgehalt. Ein solcher Eingriff wäre auch ordnungspolitisch gerechtfertigt, denn wir wollen nicht, dass der Steuerzahler erneut zur Kasse gebeten wird, wenn Banker-Boni wieder ein Institut in Schieflage bringen.

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