Auftaktveranstaltung „Innovationsnetzwerks Bergisches Land – Light Construction“

Im „Innovationsnetzwerk Bergisches Land – Light Construction“ haben sich Unternehmen und Bergische Universität zusammengetan, um gemeinsam innovative Lösungen im Bereich Light Construction (Leichtbau) zu entwickeln. Bei der Auftaktveranstaltung hat der Manfred Zöllmer ein Grußwort gehalten.

Grußwort von Manfred Zöllmer bei der Auftaktveranstaltung „Innovationsnetzwerk Bergisches Land – Light Construction“

Der Begriff Netzwerk ist in aller Munde: man kennt ihn aus der Computersprache, wir kennen so genannte soziale Netzwerke à la Facebook. Man kennt ihn auch in der Politik. Alles Netzwerken ist gemein, dass sich diejenigen, die sich zu einem solchen zusammenschließen, sich gewisse Vorteile erhoffen. Es liegt nah, dass sich auch Unternehmer mit der Wissenschaft zusammentun, um innovative Lösungen für Produkte zu entwickeln, die das Erschließen neuer Märkte ermöglichen. Dieser Gedanke hat dazu geführt, dass sich im Juli 2011 die Zusammenarbeit von Universität und einzelnen Unternehmen das Innovationsnetzwerk Bergisches Land – Light Construction (kurz: InnoNetBL-LiCon) gegründet hat. Das Netzwerk ist bei der Wissenschaftstransferstelle der Bergischen Universität angesiedelt und wird vom Lehrstuhl für Sicherheitstechnik / Umweltchemie fachlich unterstützt. Gefördert wird InnoNetBL-LiCon vom Bundesministerium für Wirtschaft und Innovation im Rahmen eines ZIM-Nemo Vorhabens.

Wachstumsmarkt Light Construction

Der Wachstumsmarkt Light Construction zeichnet sich durch große die Potentiale und eine hohe Dynamik aus. NRW ist aufgrund des Strukturwandels auf innovative und zukunftsträchtige Industrien angewiesen. Aussichtsreich ist Light Construction deshalb, weil Sie einen in den letzten Jahren verstärkt zu beobachtenden Trend in der Konstruktionstechnik aufgreifen:

Leichtbau ist eine Schlüsseltechnologie, zum Beispiel für die Zukunft im Automobil. Ziel des Leichtbaus ist eine maximale Gewichtseinsparung bei einzelnen Komponenten bzw. Bauteilen durch konstruktive, werkstoff- oder fertigungstechnische Mittel.

Die Bedeutung des Leichtbaus nimmt vor dem Hintergrund der Notwendigkeit, CO2 einsparen zu müssen, immer mehr zu. Diesen Trend zu begleiten und zugunsten aller Beteiligten positiv zu unterstützen hat sich das Netzwerk „Innovationsnetzwerks Bergisches Land – Light Constuction“ zum Ziel gesetzt.

Wuppertal und NRW sind gut aufgestellt

Das Land NRW ist hervorragend positioniert: Der effiziente Umgang mit Ressourcen und die nachhaltige Senkung der CO2-Emissionen zählt zu den globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Leichtbau leistet dabei durch Gewichtsreduktion einen zentralen Beitrag. Nordrhein-Westfalen hat aufgrund seiner Werkstoffkompetenz eine ausgezeichnete Chance, sich europaweit als Impulsgeber zu positionieren. Dafür spricht nicht nur ein dichtes interdisziplinäres Netzwerk von besonders ausgewiesenen Hochschulen und Forschungsinstituten.

(Wuppertal zeichnet sich durch Sitz von Berg. Uni, Wuppertal Institut und Energieagentur NRW als ein idealer Standort aus – dadurch große Synergie-Effekte, Bündelung von Kompetenzen, Querverbindungen etc.)

Dafür sprechen auch die zahlreichen in Nordrhein-Westfalen ansässigen Akteure aus der Wirtschaft. In NRW beschäftigen sich mehr als 1.000 Unternehmen mit diesem Zukunftsthema.

Die hohe Bedeutung von effizientem Leichtbau steht in engem Kontext zu den Elektromobilitätsaktivitäten in NRW. Durch die gezielte Kombination von Gewichtseinsparung und innovativer Stromspeichertechnik mit Hilfe von Nanotechnologie kann die Entwicklung von Elektrofahrzeugen in NRW weiterhin vorangetrieben werden.

Innovation ist Gemeinschaftsaufgabe

Politik kann sich nicht damit begnügen, sich auf dem Status Quo auszuruhen.

Deshalb verfolgen bundespolitische, vor allem aber auch landespolitische Förderinitiativen das Ziel, die Spitzenposition in NRW in zukunftsfähigen Branchen mittel- und langfristig national und international weiter auszubauen.

Wenn es um Forschung und Innovation geht, sind Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam gefordert:

  • Die Wissenschaft als Ideen- und Lösungsschmiede.
  • Die Wirtschaft beim Transfer dieser Ideen in erfolgreiche Produkte, Verfahren und Dienstleistungen.
  • Und die Politik, wenn es um gute Rahmenbedingungen für Innovationen geht. Und zu guten Rahmenbedingungen gehört die gezielte Förderung von innovativen Vorhaben der Unternehmen.

In diesen Kontext gehört auch das Thema „Netzwerktätigkeit und -management“. Netzwerke sind eines der wichtigsten Elemente für die Innovationsförderung. Daher unterstützt auch der Bund gezielt die Bildung von regionalen Netzwerken zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Kapitalgebern und Dienstleistern.

Julia Koch, Netzwerkmanagerin an der Bergischen Universität, Dirk Sachsenröder, Geschäftsführer der Sachsenröder GmbH & Co. KG und Manfred Zöllmer, MdB

 

Innovationsgutscheine

Die nordrhein-westfälische Transferstrategie „Science to Business“ zielt auf ein verbessertes Zusammenspiel von Wissenschaft und Wirtschaft ab. Neben den Großunternehmen, die über starke eigene Forschungsabteilungen verfügen, geht es dabei vor allem um Mittelständler und kleinere Firmen.

Hierzu gehören Innovationsgutscheine, die das Land NRW für kleine und mittlere Unternehmen für die Kooperation mit anerkannten Forschungseinrichtungen zur Verfügung stellt. Sie dienen als Eintrittskarte zu den Forschungslaboren der besten europäischen Hochschulen und Institute. Der Innovationsgutschein ermöglicht dort die vergünstigte Nutzung von Know-how und Infrastruktur zur Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen.

Clusterpolitik in NRW

Die Landesregierung will ökologische Leitmärkte entwickeln, z. B. für Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Rohstoff- und Materialeffizienz. Ressourcen- und Materialeffizienz werden ein zentraler Markt der Zukunft. Die Clusterpolitik der Landesregierung Nordrhein-Westfalen fördert dazu die Kooperation von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Öffentlicher Hand entlang von Wertschöpfungsketten in insgesamt 16 Branchen- und Technologiefeldern.

Durch eine intensive Zusammenarbeit der Akteure, ein professionelles Clustermanagement sowie mit Hilfe von Wettbewerben, soll in den Clustern eine besondere Innovations- und Wachstumsdynamik ausgelöst werden und strukturelle Anpassungen an die sich wandelnden Erfordernisse internationaler, wissensbasierter Märkte erfolgen. Für die Umsetzung der NRW-Clusterpolitik ist unter anderen das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr verantwortlich

Spitzencluster in NRW

Der Cluster „EffizienzCluster LogistikRuhr“ ist einer von fünf Gewinnern der 2. Runde im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Zu den elf Finalisten der 3. Wettbewerbsrunde gehören drei aus Nordrhein-Westfalen:

  • CleanTechNRW
  • Cluster Rhein Ruhr Power – Das Kraftwerk der Zukunft
  • it’s owl – Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe

Aber: Spitzencluster fallen nicht einfach so vom Himmel. Jedes erfolgreiche Cluster hat einmal als überschaubares Netzwerk angefangen. Mit der Auftaktveranstaltung des Netzwerks „Innovationsnetzwerks Bergisches Land – Light Constuction“ – kurz: InnoNetBL-LiCon wurde hoffentlich die Grundlage für ein weiteres aussichtsreiches Netzwerk gelegt wird.

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