Für Stärkung von Arbeitnehmerrechten: Zöllmer trifft IG Metall

Bundestagsabgeordneter Manfred Zöllmer informierte sich heute vor Ort bei der IG Metall über die Notwendigkeit von Mitbestimmungsrechten für Betriebsräte bei der Vergabe von Werkverträgen.

Torsten Lankau (IGM, re.) und Manfred Zöllmer

Torsten Lankau (IGM, re.) und Manfred Zöllmer

Torsten Lankau, Geschäftsführer der IG Metall Wuppertal unterhielt sich mit dem Bundestagsabgeordneten über den geplanten Gesetzentwurf der Bundesregierung gegen den Missbrauch von Werkverträgen. Dabei geht es ihm vor allem um einen besseren Schutz von Arbeitnehmerrechten. „Im Rahmen der aktuellen Gesetzeslage haben Betriebsräte kaum Handlungsmöglichkeiten, wenn es um die Art und Weise des Einsatzes von Werkverträgen geht“, sagt Lankau. Die Folge seien immer mehr unsichere Arbeitsverhältnisse in betriebsratsfreien und tariflosen Zonen mit wesentlich schlechteren Arbeits- und Entgeltbedingungen. Deshalb fordert die IG Metall von der Bundesregierung gesetzliche Regelungen zur Mitbestimmung bei der Fremdvergabe von Arbeit durch Werkverträge.

Eine bundesweite Betriebsräte-Umfrage der IG Metall ergab, dass immer mehr Unternehmen Arbeit auslagern, um Kosten zu sparen. „Eine solche Vorgehensweise hebelt den eigentlichen Sinn von Werkverträgen aus. Es entsteht gerade in den Unternehmen eine Dreiklassengesellschaft aus Stammbeschäftigten, Leiharbeitnehmern und Werkvertragsbeschäftigten“, so Lankau. Deshalb besteht die IG Metall außerdem auf gesetzliche Regelungen zur Einhaltung von Mindestkriterien bei den Arbeitsbedingungen in Werkvertragsunternehmen. Hierzu überreichte Lankau dem Bundestagsabgeordneten Zöllmer eine Resolution mit den Forderungen der IG Metall zur Gesetzesänderung, die über 70 Wuppertaler IG Metall-Betriebsräte Ende September beschlossen hatten. „Der Missbrauch von Werkverträgen ist ein wichtiges Thema, mit dem sich die Politik gegenwärtig beschäftigt. Im Rahmen meiner Möglichkeiten werde ich mich bemühen, die IG Metall mit ihren Forderungen zum Schutz von Arbeitnehmerrechten im Bundestag zu unterstützen“, sagt Zöllmer.

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