Mehr Sport in der Stadt

Mit dem aktuellen Beschluss zur Novellierung der Sportanlagenlärmschutzverordnung wird der Platz des Breiten- und Freizeitsportes auch in Ballungsräumen gesichert. Das Leben in den Städten bleibt lebenswert.

„Das Leben in der Stadt muss lebenswert bleiben“, so der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Manfred Zöllmer, „und dazu gehört auch der Sportplatz um die Ecke. Menschen sollen nicht bis an den Stadtrand fahren müssen, um Sport machen zu können.“ Mit der Novelle soll zukünftig eine intensivere Nutzung von Sportanlagen möglich sein, zudem wird die Rechtssicherheit für alle Beteiligen erhöht. Zuletzt wurde die Sportanlagenlärmschutzverordnung vor mehr als 25 Jahren geändert.

Die Immissionsrichtwerte für die abendlichen Ruhezeiten sowie für die Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen soll im Zeitraum von 13 bis 15 Uhr um fünf Dezibel erhöht werden. Praktisch heißt das: Mit dieser Änderung wird der Nutzungszeitraum für Sportanlagen in den Ruhezeiten um etwa das Dreifache verlängert. Darüber hinaus soll der Sportbetrieb auf älteren Anlagen, die bereits vor dem Jahr 1991 errichtet wurden, rechtlich besser abgesichert werden. Vor allem Modernisierungsmaßnahmen, mit denen eine Sportanlage an den Stand der Technik angepasst wird, zum Beispiel der Einbau von Kunstrasen auf Ascheplätzen, sollen die weitere Nutzung nicht in Frage stellen. Die Sportanlagen werden auch dann noch unter die alten Immissionsgrenzwerte fallen – der Spielbetrieb ist gesichtet.

Die Verordnung gleicht zwischen den widerstreitenden Interessen des Sports einerseits und dem Ruhebedürfnis der Nachbarschaft andererseits aus. Nun muss der Bundesrat der Novelle zustimmen. „Selbstverständlich hätte es aus Sicht des Sports noch mehr Lockerungen beim Lärmschutz geben können. Aber es gilt auch, die Balance zu wahren“, bewertet Manfred Zöllmer die Novellierung abschließend.

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