Praktikum/Interview Christoph Melchoir

Christoph Melchior Praktikant bei Manfred Zöllmer

(25.03.2005) Christoph Melchior, 19 Jahre, absolvierte bei mir ein dreimonatiges Praktikum. Dafür ist er einen Monat lang vor Ort in Berlin und zwei Monate in meinem Wahlkreis in Wuppertal gewesen.

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Christoph Du bist jetzt 4 Wochen hier und fährst bald zurück nach Wuppertal. Wie hat es Dir hier in Berlin gefallen?

Oh, in Berlin hat es mir sehr gut gefallen. Es ist unglaublich wie viel man in Berlin erleben kann. Man sammelt ständig neue Eindrücke und lernt viel über die deutsche Geschichte. Berlin ist sehr facettenreich, Kultur, Politik und Freizeit kann man hier wunderbar kombinieren. Es hat richtig Spaß gemacht diese Stadt näher kennen zu lernen!

Kommen wir zu deinem Praktikum. Wie kamst Du auf die Idee solch ein Praktikum zu machen?

Die Idee entstand direkt nach meinem Abitur. Ich hab von vielen gehört, dass Politiker nur auf der faulen Haut liegen und für ihr Geld keine Gegenleistung erbringen. Außerdem war gerade Kommunalwahl und ich war im Wahlkampfteam meines Vaters. Es hatte mir Spaß gemacht mich mit Politik auseinanderzusetzen und deswegen wollte ich die Politik vor Ort in Berlin kennen lernen.

Und was hast Du genau in Berlin gemacht?

Ich hatte das Glück in den vier Wochen die beiden Phasen eines Abgeordneten kennen zu lernen. Direkt als ich ankam war Sitzungswoche und ich durfte an der AG-Sitzung der SPD Fraktion für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (VEL) teilnehmen und saß mit den Politikern an einem Tisch und hab zugehört. Diese wurde einen Tag vorher von den wissenschaftlichen Mitarbeitern der Fraktion vorbereitet, da war ich auch dabei. Mittwochs tagt während der Sitzungswochen immer der Ausschuss für VEL. Dort treffen dann die Parteien aufeinander und diskutieren heftig über aktuelle Themen, wie zum Beispiel dem Dioxin Skandal oder Gesetzentwürfe zum Thema Verbraucherschutz. Donnerstags war ich dann unter anderem auch Zuschauer bei einer Plenardebatte.

Was gab es sonst für dich als Pratikant zu tun?

Zwischen den Sitzungen war natürlich Büroarbeit angesagt. Ich musste im Büro Akten sortieren, telefonieren, E-Mails beantworten, Internetrecherche betreiben, Artikel für die MZ-News schreiben, Kopieren usw. Da kam schon einiges zusammen, besonders in der zweiten Phase waren Gerrit, der studentische Mitarbeiter, und ich alleine im Büro. Die Sitzungswochen waren vorbei, Manfred war im Wahlkreis, Katharina und Markus im Urlaub und wir beide haben die Büroarbeit erledigt. Das hat Spaß gemacht, weil wir zum Ende meiner Praktikumszeit auch die neue Homepage auf Herz und Nieren testen durften.

Gibt es ein Highlight während deines Praktikums an dass du dich gerne zurückerinnern wirst?

Da gibt es viele aber eine Sache fand ich sehr amüsant. Obwohl ich nur ein Praktikant bin, wurde ich im Bundestag nicht kontrolliert, ich hätte alles Mögliche mitnehmen können ohne das irgendwer etwas gemerkt hätte, da kam ich mir ziemlich wichtig vor! Auch die Besichtigung im Bundeskanzleramt war sehr spannend und informativ. Einmal den Sessel von Gerhard Schröder anfassen, das war schon etwas Besonderes.

Gucken wir mal nach vorne. Du hast jetzt noch zwei Monate Praktikum in Wuppertal vor dir was erwartest du davon?

Ich denke ich werde in diesen zwei Monaten die Arbeit im Wahlkreis kennen lernen und erhalte einen noch genaueren Einblick in die Arbeit eines Abgeordneten. Ich bin gespannt was mich dort alles erwartet.

Dein Fazit von den vier Wochen Berlin:

Es war spannend mal vier Wochen von zu Hause weg zu sein dazu sogar noch in der Hauptstadt!Ich habe einen Einblick in die Politik auf Bundesebene gewonnen und habe viele nette, neue Menschen kennengelernt. Ich kann jedem der in meinem Alter ist nur raten so ein Praktikum in Berlin zu machen. Es lohnt sich!