Praktikumsbericht Deinse Abe

Alltag und Arbeit des Parlaments erkunden – Denise Abé

(06.03.2006) Denise Abé hat die Zeit nach ihrem Abitur bis zum Beginn ihres Studiums äußerst vielseitig verbracht. Nach einem Aufenthalt in Ecuador in einem Entwicklungshilfeprojekt hat sie den Dschungel des Berliner Parlamentslebens erkundet.

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Mein Name ist Denise Abé, ich bin 20 Jahre alt und habe vom 30.01.2006 bis zum 28.02.2006 ein Praktikum beim Bundestagsabgeordneten Manfred Zöllmer absolviert.

30.01.: Ich war echt ein bisschen aufgeregt. Man weiß ja nicht was einen erwartet. Die Aufregung war aber schnell vergessen. Im Büro wurde ich direkt herzlich von Katharina Gatev-Göber, der Sachbearbeiterin und dem Büroleiter Markus Caspers begrüßt. Zu Anfang musste ich erst einmal von mir erzählen und im Gegenzug wurde mir erzählt, was mich in den nächsten Wochen erwarten wird.

Ich war echt begeistert. Ich sollte so autonom wie möglich arbeiten und mir wurde die Möglichkeit erwiesen so oft es geht an interessanten Veranstaltungen teilzunehmen, so durfte ich mir am ersten Tag direkt eine „Eintrittskarte“ für das Plenum abholen. Auch meinen Hausausweis wurde direkt am ersten Tag beantragt und ich konnte ihn mir erstellen lassen. Mit diesem Ausweis darf man in allen Bundestagsgebäuden ein und aus gehen.

31.01.: Heute wurde ich von der studentischen Hilfskraft in seine Arbeit eingeführt, bei der auch ich in den kommenden Wochen mithelfen sollte.

01.02.: Ich durfte das erste Mal an einer Veranstaltung mit Markus Caspers teilnehmen. Interessant einen Einblick zu bekommen, wie so eine Lobby-Veranstaltung abläuft. Bei einem gemütlichem Frühstück wird man über RFID, Coca-Cola

06.02.: Meine 2. Woche hat begonnen. So langsam hat man sich an alles gewöhnt und die Arbeit macht immer mehr Spaß. Das kollegiale Verhältnis ist sehr nett und unproblematisch. Man kann über alles offen und ehrlich reden und man wird nicht wie der unwissende Praktikant behandelt.

Meine kommende Woche scheint spannend zu werden. So werde ich an einer Plenarsitzung und einer Ausschusssitzung inaktiv teilnehmen und bin schon gespannt.

08.02.: Mein Praktikum hat eine neue Wendung genommen. Seit heute steht nun endgültig fest, was meine Aufgabe für die nächsten Wochen sind. Ich werde eine Artikel für die Homepage schreiben zum Thema Fair Trade (gepa) im Zusammenhang mit Wuppertal und einen Vermerk zum momentanen Boykott gegen Coca-Cola für Manfred Zöllmer. Heute am Mittwoch durfte ich an einer Ausschusssitzung teilnehmen. Wirklich interessant den großen Machthabern, im wahrsten Sinne des Wortes über die Schulter gucken zu können.

09.02: Plenarsitzung: Es ist schon spannend die großen Politiker bei der Arbeit zu beobachten. Die Kontrollen und das Reglement bei einer Plenarsitzung sind schon viel strenger, als bei der Ausschusssitzung, bei der ich gestern teilnehmen durfte. Das Aufstehen während der Sitzung ist verboten und man darf auch nur mit ausdrücklicher Einladungskarte an einer Sitzung teilnehmen. Jacken und Taschen dürfen nicht mitgenommen werden.

15.02.: Habe in den letzten drei Tagen in minimierter Form einen Tagesablauf eines Bundestagsabgeordneten erlebt. Man glaubt gar nicht wie anstrengend und Stressgeladen das sein kann. Man rennt von Sitzung zu Sitzung. Von Haus zu Haus, dabei kann eine Sitzung, wie zum Beispiel die Ausschusssitzung am heutigen Tage, bis zu fünf Stunden dauern und danach ist noch mit Mittagessen und vielen Gesprächen zu rechnen, dass heißt der Tag kann sich noch bis zum Abend hin zögern. Doch ist es auch sehr interessant! Des Weiteren durfte ich gestern auch an einer Führung durch den Reichstag teilnehmen. Ein bewundernswertes Gebäude.

20.02.: Heute beginnt meine letzte Woche. Ich bin gespannt was auf den letzten Metern noch auf mich zukommen wird. Man merkt, dass diese Woche schon viel ruhiger angegangen wird als die vorherigen, da keine Sitzungswoche mehr ist.

28.02.: Mein letzter Tag hat begonnen. Noch letzt Verbesserungsarbeiten und die Bearbeitung letzter Aufgaben. Zusammenfassend würde ich behaupten, dass sich das Praktikum echt gelohnt hat. Ich habe sehr viel gelernt und ich konnte mir auch eine Meinung zu der Arbeit im Bundestag bilden. Das heißt ich konnte das mitnehmen, was ich mitnehmen wollte. Alles in Allem ein gelungenes Praktikum.