Schaeffler muss eine Zukunft haben – damit Wuppertal eine Zukunft hat

Im Rahmen eines Gesprächs zwischen dem Wuppertaler Bundestagsabgeordneten Manfred Zöllmer, Vertretern des Betriebsrates von Schaeffler KG und dem 1. Bevollmächtigten der IG Metall Torsten Lankau wurde intensiv über die Situation des Wuppertaler Standortes diskutiert.

Mit der Ankündigung der Konzernleitung, den Personalstand um 50% reduzieren zu wollen, ist eine sehr ernste Situation entstanden. Diese Maßnahme würde die Zukunft des Wuppertaler Standortes insgesamt infrage stellen. Dies wäre ein schwerer Schlag für die unmittelbar betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch für die Wirtschaftsstruktur dieser Stadt. Deshalb war man sich einig, dass der Standortsicherungsvertrag, der 2008 abgeschlossen wurde, auf keinen Fall gekündigt werden darf. Der 2008 eingeschlagene, bisher sehr erfolgreiche Sanierungsprozess soll stattdessen fortgesetzt werden.

Die von der Unternehmensleitung vorgetragene Flaute im Bereich Windkraftenergie ist als Begründung für die Entlassungen insofern nicht stichhaltig, als sie nur einen Anteil von 25% an der Gesamtproduktion am Standort Wuppertal ausmacht. Ganz offensichtlich steht hier die unternehmerische Entscheidung im Hintergrund, Produktionskapazitäten auf andere Standorte im Ausland zu verlagern. Unter solchen Rahmenbedingungen muss sich die wirtschaftliche Situation am Standort zwangsläufig verschlechtern. Damit ist die Zukunft des Werkes infrage gestellt.

Die angedrohte vorzeitige Kündigung des Standortsicherungsvertrages schwächt nachhaltig das Vertrauen in dieses Instrument und beschädigt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Belegschaft und Unternehmensleitung. Ein über viele Jahre erprobtes und bewährtes Projekt der tariflichen Sozialpartnerschaft, mit dem viele wirtschaftliche Krisensituationen gemeistert worden sind, droht zu erodieren.

Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Manfred Zöllmer hat der Belegschaft volle Unterstützung beim Kampf um den Erhalt des Standortes zugesichert. „Schaeffler muss eine Zukunft haben, damit Wuppertal eine Zukunft hat“, so der Abgeordnete abschließend.