Unter 116 116 wird Ihnen geholfen!

Zur Einführung einer neuen Notrufnummer für abhanden gekommene Karten erklärt der Bundestagsabgeordnete Manfred Zöllmer, stellvertretender Sprecher für Verbraucherschutz der SPD-Bundestagsfraktion: Deutschland führt als erstes EU-Land eine spezielle Notrufnummer zum Sperren abhanden gekommener Bankkarten, Mobilfunkkarten und anderer elektronischer Berechtigungen ein. Unter der Rufnummer 116 116 wird in Kürze am 1. Juli ein bundesweiter Sperrdienst eingerichtet, der aus dem Inland entgeltfrei erreichbar ist.

Ungefähr 6 Millionen Sperrungen werden jährlich in Deutschland vorgenommen. Die Schäden entwendeter Karten belaufen sich auf etwa 40 Mio. Euro. Durch schnelleres Sperren von Zahl- und Kundenkarten könnten diese Schäden zulasten der Verbraucherinnen und Verbraucher erheblich verringert werden. Zudem stellt die neue Rufnummer eine große Erleichterung für die Verbraucherinnen und Verbraucher dar, die oftmals damit konfrontiert sind, dass verschiedene Karten – etwa in einer Tasche oder Geldbörse – abhanden kommen und die unterschiedlichsten Institute kontaktiert werden müssen. Nach einer Sperrmeldung ermittelt die Zentrale den zuständigen Kartenherausgeber und der Anrufer wird nacheinander mit deren Sperrdiensten verbunden. Der Anrufer muss sich jeweils legitimieren, damit ein Missbrauch ausgeschlossen ist.

Die Sperrvermittlung ist besonders verbraucherfreundlich konzipiert. Sie wird rund um die Uhr direkt erreichbar sein, eine gesonderte .Registrierung ist nicht erforderlich und der Anruf bleibt aus dem Inland gebührenfrei. Die Vermittlungskosten tragen die beteiligten Unternehmen.

Diese von der Bundesregierung initiierte neue Notrufnummer bedeutet für die Verbraucherinnen und Verbraucher einen schnelleren und besseren Schutz bei Diebstahl und Verlust von Bankkarten, Handys und anderen elektronischen Berechtigungen. Jetzt liegt es nur an den Unternehmen sich der Sperrvermittlung anzuschließen.

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