Manfred Zöllmer informiert sich vor Ort über Auswirkungen des Fleischskandals

Aus Anlass einer Serie von Fleischskandalen in Deutschland traf sich der Verbraucherpolitiker Manfred Zöllmer mit den für die Lebensmittelsicherheit zuständigen kommunalen Stellen der Stadt Wuppertal, um sich über die aktuelle Lage zu informieren.

Teilnehmer dieses Gesprächs waren unter anderen der Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, Herr Dr. Dannemann, Herr Loewen, Leiter des Ressorts Ordnungsaufgaben, Herr Wolter, stellvertretender Leiter des Ressorts Ordnungsaufgaben und zuständig für Lebensmittelsicherheit sowie Karlheinz Emmert, ordnungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion.

Herr Dr. Dannemann informierte über die Situation in Wuppertal und erklärte, dass die durchgeführten Stichproben keine Hinweise auf verdorbenes Fleisch ergeben hätten. „Eine lückenlose Kontrolle kann es nicht geben. Aber meine Mitarbeiter sind unermüdlich im Einsatz, um die Sicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher zu gewährleisten“, so Amtstierarzt Dr. Dannemann. „Die Lebensmittelkontrolleure leisten trotz dünner Personaldecke Beachtliches,“ so kommentierte Karlheinz Emmert die Arbeit der Beschäftigten des Ordnungsamtes.

Ausführlich diskutiert wurde das von Verbraucherminister Horst Seehofer vorgelegte 10-Punkte Sofortprogramm, das den „schwarzen Schafen“ der Fleischwirtschaft das Handwerk legen soll.

Manfred Zöllmer machte noch einmal deutlich, dass er die Vorschläge von Minister Seehofer nachdrücklich unterstützt. Bislang wurde ein wirksamer Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher auch durch die unterschiedlichen föderalen Strukturen im Bereich der Lebensmittelüberwachung erschwert.

Deshalb ist auch bereits im Koalitionsvertrag festgelegt worden, die Kompetenzen in diesem Bereich stärker zu bündeln. „Es kann und darf nicht sein, dass dieser Bereich kaputt gespart wird. Ich glaube, wir müssen uns dahingehend verständigen, dass es stärkere Kompetenzen für die Bundesebene geben muss, denn wir haben gesehen, der Fleischhandel ist europaweit organisiert,“ Manfred Zöllmer weiter.

“Deshalb kann es nicht sein, dass die Lebensmittelüberwachung an der Grenze der Kommune oder des Landes aufhört. Der jüngste Skandal um verdorbenes Fleisch hat gezeigt, dass der Staat gefordert ist, die Überwachung zu verbessern, die Abläufe transparenter zu machen und den Informationsfluss zu verbessern“, so Manfred Zöllmer.

In der Nachfrage der Verbraucher nach möglichst billigen Lebensmitteln liegt – darin waren sich alle Beteiligten der Gesprächsrunde einig – eine der Ursachen für den Gammelfleisch-Skandal. „Die Geiz-ist-geil-Mentalität ist gerade bei Lebensmitteln hochgefährlich. Qualitativ hochwertige Nahrungsmittel haben ihren Preis. Und Preisdumping erhöht natürlich den Druck auf die Erzeuger, Bestimmungen nicht mehr einzuhalten“, sagte Manfred Zöllmer abschließend.

Kommentare sind abgeschaltet.