Klimaschutz: EU setzt Maßstäbe

Die EU-Umweltminister haben sich auf Eckpunkte der künftigen Klimaschutzpolitik geeinigt. Demnach unterstützten alle Mitgliedstaaten eine einseitige Senkung des Treibhausgasausstoßes bis 2020 um 20 Prozent, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Der amtierende Ratsvorsitzende, Umweltminister Sigmar Gabriel, forderte am Dienstag nach einem Treffen in Brüssel, die Erderwärmung müsse bis Ende des Jahrhunderts auf unter zwei Grad begrenzt werden. Alle Ressortkollegen hätten die Schlussfolgerungen für den Klimaschutz für „richtig und erfolgreich“ gehalten, dass sich die EU zu einer Verringerung des Ausstoßes von klimaschädlichen Treibhausgasen um ein Fünftel bis 2020 verpflichten müsse. Diese einseitige Verpflichtung soll dann in Kraft treten, wenn nach Ablauf des Kyoto-Klimaschutzprotokolls im Jahr 2012 kein neues internationales Abkommen zu Stande komme.

Gabriel zeigte sich zuversichtlich, dass die noch offene Frage, in welchem Umfang die einzelnen EU-Länder den CO2-Ausstoß verringern müssten, bis zum Gipfeltreffen der Europäischen Union in gut zwei Wochen schnell gelöst werden könne. Klar sei, dass die EU-Industriestaaten einen größeren Beitrag leisten müssten, als wirtschaftsschwache Staaten. Schon heute gebe es unterschiedlich strenge Vorgaben für jedes Land, um das EU-Ziel nach dem Kyoto-Abkommen zu erfüllen. So muss die EU nach dieser Vereinbarung bis 2012 ihren CO2-Ausstoß insgesamt um acht Prozent senken, Deutschland als industriestarkes Mitgliedsland muss die Emissionen um 21 Prozent reduzieren.

Unterstützt wurde der amtierende Ratsvorsitzende Gabriel von EU-Umweltkommissar Stavros Dimas: „Die EU muss klar nach außen zeigen, dass sie den Klimawandel bekämpft und ein gutes Beispiel abgeben.“ Hoch erfreut zeigte sich der EU-Umweltkommissar darüber, dass sich die EU sogar auf eine Verminderung der Treibhausgase um 30 Prozent verpflichten will, falls nach Ablauf des Kyoto-Protokolls ein neues internationales Klimaschutzabkommen zustande kommt.

Kommentare sind abgeschaltet.