Deutsches Prüfsiegel bleibt erhalten – Erfolg für den Verbraucherschutz

Das deutsche GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) mit seiner für die Verbraucherinnen und Verbraucher wichtigen Botschaft, dass das so gekennzeichnete Produkt umfassend sicher ist, bleibt auch in Zukunft erhalten. Die EU-Abgeordneten haben am 21. Februar im Plenum über das Maßnahmenpaket zur Stärkung des Binnenmarktes abgestimmt. Der Verbraucherschutz konnte durch das beschlossene Binnenmarktpaket in wesentlichen Fragen gestärkt werden.

Das Europäische Parlament stellte klar, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher auch weiterhin am deutschen GS-Zeichen orientieren können. Dieser Erfolg, ist Resultat einer gewissen Hartnäckigkeit der Deutschen Bundesregierung in dieser Frage. den beteiligten Ressorts zurückzuführen. Im Gegensatz zur europäischen CE-Kennzeichnung ist das GS-Zeichen ein echtes Verbraucherschutzzeichen mit einem deutlichen und erkennbaren Mehrwert. Es beinhaltet eine klare, eindeutige Botschaft für die Verbraucher. Die Buchstaben GS = Geprüfte Sicherheit signalisieren den Verbrauchern, dass das so gekennzeichnete Produkt äußerst weitgehenden Sicherheitsstandards entspricht. Dies ist gerade im Hinblick auf sensible Produkte wie zum Beispiel Kinderspielzeug besonders wichtig. Die Prüfung erfolgt beim GS- Zeichen immer durch einen unabhängigen Dritten, die GS-Stelle. Bei der Prüfung werden von der GS-Stelle alle Sicherheitsaspekte umfassend berücksichtigt. Die GS-Stelle prüft nicht nur ein Baumuster, sondern überwacht fortlaufend die Fertigung des Produkts. Im Zuge der Überlegungen zur Reform des sogenannten Neuen Ansatzes („Warenpaket“) hatte die Europäische Kommission ursprünglich vorgeschlagen, nationale Sicherheitszeichen wie das GS-Zeichen generell und für alle Produktbereiche zu Gunsten einer Aufwertung der europäischen CE-Kennzeichnung zu verbieten. Dieser seit 1985 existierende „Neue Ansatz“ ist ein europäisches System zur Erleichterung des freien Warenverkehrs und zur europaweiten Angleichung und Harmonisierung der unterschiedlichen technischen Anforderungen an Produkte, die im Binnenmarkt in den Verkehr gebracht werden sollen. Hierzu gehört auch die Festlegung von Regeln für die (Markt-) Überwachung durch die nationalen Behörden. Im Rahmen der Verabschiedung des „Warenpaketes“ ist die Europäische Kommission verpflichtet worden, innerhalb von einem Jahr eine Untersuchung über das System der CE-Kennzeichnung und sein Zusammenspiel mit nationalen Zeichen vorzulegen.

Kommentare sind abgeschaltet.