Ist Europa noch zu retten?

Die EURO-Zone und die Europäische Union insgesamt erleben die schwerste Bewährungsprobe seit ihrem Bestehen. Ein Masterplan für das Gelingen des menschheitsgeschichtlich einmaligen Projekts existiert nicht. Schon an der angemessenen Definition scheiden sich die Geister: EURO-Krise, Staatsschuldenkrise, Bankenkrise, Finanzkrise…?, „Schulden-Union“ und „Transfer-Union“ geraten zu politischen Kampfbegriffen, hinter denen Europa zu verblassen scheint.

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Aktueller Bericht in der WZ
Vergangen geglaubte Differenzen zwischen „Zentrum“ und „Peripherie“ könnten sich als künftige erweisen. Europa, seit der Montanunion 1951 eine Erfolgsgeschichte im Zeichen des Friedens und der Zähmung kriegerischer Aggression, sieht sich womöglich im Zeichen des ökonomischen Gefälles mit neuen nationalen Egoismen konfrontiert.

Ist die Politik noch Herr oder schon Getriebene des Geschehens? Hat die europäische Solidarität ihre Grenze erreicht, oder ist ihre Stunde erst gekommen? Sind ESM und Fiskalpakt hinreichende Instrumente? Welche Verwerfungen verursachte ein Scheitern der europäischen Integration, für Griechenland wie für Deutschland? Worin liegt die historische Verantwortung der Bundesrepublik?

Diese Fragen und viele mehr diskutieren untereinander und mit dem Publikum Prof. Dr. Paul J.J. Welfens, Präsident des Europäischen Instituts für Internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW) und Jean Monnet Chair in European Economic Integration an der Bergischen Universität Wuppertal, Reiner Hoffmann, Landesbezirksleiter der IG BCE Nordrhein und 2003-2009 stellv. Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes, und dem Bundestagsabgeordneten Manfred Zöllmer, Mitglied des Finanzausschusses. Die Veranstaltung moderiert Helge Lindh, Bildungsbeauftragter der SPD Wuppertal. Prof. Dr. Welfens wird zuvor mit einem Impuls in die Thematik einführen.

Termin:
Freitag, der 7. Dezember 2012
in der CityKirche Elberfeld
um 19:00 Uhr.

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