Auch am Tag des Laerms ist es laut wie immer

Der 25. April ist der Tag gegen Lärm. Lärm ist eines der größten Umweltprobleme in unserem dicht besiedelten Land. Nicht nur die Lebensqualität vieler Menschen wird durch Lärm erheblich eingeschränkt – die hohe Lärmbelastung ist zudem ein Risiko fuer die Gesundheit, besonders bei Kindern.

Tagtäglich wirken unterschiedliche Lärmstressoren auf die Menschen ein, die zum Teil nicht vermieden werden koennen oder die sie selbst durch ihre eigene Mobilität und Lebenstile erzeugen.

Zwar sind viele Flugzeuge, PKW und LKW durch den technischen Fortschritt viel leiser geworden. Die gestiegenen Fahr- beziehungsweise Flugleistungen haben aber die Fortschritte wieder kompensiert oder sogar zu größeren Belastungen geführt. Wir stehen in den kommenden Jahren daher vor großen Herausforderungen, denn wir brauchen beim Lärmschutz deutliche Fortschritte.

Das Sanierungsprogramm für Bundesfernstraßen und das Lärmsanierungsprogramm für Eisenbahnstrecken haben in Form von schalldichten Fenstern und Lärmschutzwänden schon wesentlich zur Lärmreduzierung in stark belasteten Bereichen beigetragen.

Die Lärmminderung sollte jedoch vor allem an der Quelle stattfinden: Leisere Fahrzeuge, Reifen und Fahrbahnen sind die effizienteste und nachhaltigste Methode der Lärmminderung. Dies sieht die EG-Umgebungsrichtlinie, die soeben in deutsches Recht umgesetzt wurde, ebenfalls vor: Neben strategischen Lärmkarten und Aktionsplänen zur Lärmminderung für Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken und Flughäfen sowie in allen Ballungsräumen sollen darüber hinaus weitere Maßnahmen zur Lärmminderung an der Quelle ergriffen werden.

Ein aktuelles Gesetzesvorhaben, über das gerade der Bundestag berät und von dem viele Menschen spürbare Entlastung erfahren werden, ist die Novellierung des Fluglärmschutzgesetzes. Hauptziel der Novellierung des 35-jährigen Fluglärmgesetzes ist ein gezielter Lärmschutz für Bürgerinnen und Bürgern in Abwägung mit den Interessen der Luftverkehrswirtschaft. Darin sollen unter anderem Lärmgrenzwerte festgelegt werden, die sich an der aktuellen Lärmwirkungsforschung orientieren, eine Nacht-Schutzzone eingeführt und die Siedlungsentwicklung im Umland von größeren Flughäfen wirksam gesteuert werden.

Kommentare sind abgeschaltet.