Lebensleistung wird besser anerkannt

„Die Lebensleistung von Menschen in der Rente wird mit Inkrafttreten des Rentenpakets besser honoriert“, sagt Manfred Zöllmer, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Wuppertal. Das Gesetz für Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung tritt am 1. Juli 2014 in Kraft. Mit der abschlagsfreien Rente ab 63 Jahren nach 45 Beitragsjahren hat die SPD in Rekordzeit ein zentrales Wahlversprechen erfüllt. Die sogenannte Mütterrente honoriert Erziehungsleistungen von Eltern und Erwerbsminderungsrentner werden signifikant besser gestellt. Außerdem wird das Budget für Reha-Leistungen deutlich erhöht.

rentenmoptiv

Mit dem Rentenpaket will die SPD-Bundestagsfraktion Menschen, die lange berufstätig waren und 45 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, die Möglichkeit geben, früher ohne Abschläge in Rente gehen zu können. Das gilt zunächst ab 63 Jahren. Ab dem Geburtsjahr 1953 wird das Alter schrittweise um jeweils zwei Monate auf 65 Jahre angehoben. In Wuppertal werden in diesem Jahr etwa 8.647 Menschen abschlagsfrei in Rente gehen können. „Das ist eine gerechte Anerkennung für die Menschen in unserer Stadt, die besonders langjährig gearbeitet und in die Rente eingezahlt haben“, erklärt Manfred Zöllmer. Wie hoch der individuelle Rentenanspruch ist, muss jeder Bürger mit der Deutschen Rentenversicherung klären.

Zudem erhalten Mütter oder Väter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, mit der sogenannten Mütterrente eine bessere Anerkennung ihrer Erziehungsleistung. Ein zusätzlicher Rentenpunkt macht ab 1. Juli im Westen 28,61 Euro pro Kind und im Osten 26,39 Euro im Monat aus .Rund 41.000 Mütter und teilweise auch Väter, die bereits eine Rente mit einer Kindererziehungszeit beziehen, werden nun in Wuppertal davon profitieren.

„Die große Mehrheit der Bevölkerung ist für die Verbesserungen in der Rente“, sagt Zöllmer. Laut einer Umfrage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales befürworten 78 Prozent die frühere abschlagsfreie Rente, 83 Prozent stehen hinter der sogenannten Mütterrente und 77 Prozent bejahen die höhere Erwerbsminderungsrente. „Das Rentenpaket ist kein Geschenk, die Menschen haben es sich verdient, dass ihre Lebensleistung in der Rente besser anerkannt wird“, so Manfred Zöllmer abschließend.

Rentenpaket verabschiedet

Mit dem Rentenpaket hat sich die Große Koalition gleich zu Beginn der Legislaturperiode ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Wir wollten Gerechtigkeitslücken, die sich bei der Rente aufgetan haben, schließen und die Lebens- und Arbeitsleistungen von Millionen von Männern und Frauen bei der Rente stärker anerkennen.

Büro MZ 2014 004

Die Koalitionsfraktionen haben sich in der letzten Woche im parlamentarischen Verfahren abschließend auf das Rentenpaket verständigt. Damit ist das Ziel erreicht und der Weg frei für das erste große Gesetzesvorhaben der neuen Bundesregierung. Das Rentenpaket ist heute am 23. Mai, dem 65. Jahrestag des Grundgesetzes, vom Deutschen Bundestag verabschiedet worden. Es kann sowie vereinbart am 1. Juli dieses Jahres in Krafttreten. Damit setzen wir einklares Zeichender Solidarität und Gerechtigkeit in Deutschland. Wir sagen den Menschen: Arbeit ist etwas wert. Anstrengung wird anerkannt. Die Menschen haben im Alter Anteil an dem Wohlstand, den sie mit erarbeitet haben. Das ist ein Kerngedanke der sozialen Marktwirtschaft.

Bundesregierung verabschiedet Rentenpaket

© Bundesministerium für Arbeit und Soziales

© Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Das Kabinett hat heute einen Gesetzentwurf mit Leistungsverbesserungen in der Rentenversicherung beschlossen, den die neue Arbeitsministerin Andrea Nahles vorgelegt hatte. „Nicht geschenkt, sondern verdient!“, so das Motto des Gesetzentwurfes. Mit dem Gesetz wird eine Gerechtigkeitslücke geschlossen, die viele Menschen spüren. Erbrachte berufliche Leistung wird bisher nicht ausreichend gewürdigt. Es war daher an der Zeit, dass Menschen, die besonders langjährig gearbeitet und in die Rente eingezahlt haben, dass Mütter, die die Beitragszahler von heute und morgen erzogen haben, dass diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen gar nicht mehr oder nur noch einige Stunden täglich arbeiten können, bei der Rente besser gestellt werden. Das ist auch Ausdruck der Generationengerechtigkeit.

Das neue Rentenpaket enthält vier Komponenten: die Rente ab 63, die Mütterrente, die gerechtere Erwerbsminderungsrente und die Erhöhung des Reha-Budgets. Zusammen machen diese Maßnahmen die gesetzliche Rente für alle Generationen gerechter und besser. Das Rentenpaket trägt so zu einem stabilen und in der Bevölkerung akzeptierten Rentensystem bei.

Unter www.rentenpaket.de können Sie sich ausführlich über die einzelnen Änderungen und Verbesserungen informieren.